Die Stadtwerke Kiel halten die Preise für Erdgas und Strom stabil. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom 9. März 2026 erklärt, ermöglicht die langfristige Beschaffungsstrategie trotz steigender Großhandelspreise eine planbare Kostenstruktur für Kundinnen und Kunden. „Die derzeitigen Konflikte und politischen Spannungen beeinträchtigen Lieferwege für Gasexporte aus dem Nahen Osten“, erklärt Sprecher Sönke Schuster. Dank einer vorausschauenden, langfristigen Beschaffungsstrategie könne man aber viele Preissprünge vermeiden, so dass Kundinnen und Kunden der Stadtwerke keine negativen Überraschungen erleben, so Schuster.
NDR: Auch andere Versorger halten Gaspreise für Bestandskunden stabil
Wie der NDR gestern unter Berufung auf Unternehmenssprecher von EWE (Oldenburg) und Enercity (Hannover) berichtete, planten auch diese derzeit keine Gaspreiserhöhungen für Bestandskunden, da Festpreise vertraglich für die Laufzeit gesichert seien und Gasmengen dank langfristiger Beschaffung zur Verfügung ständen. Neue Vertragsabschlüsse könnten aber teurer werden, da sie sich am aktuellen Weltmarktpreis orientierten.
Grundsätzlich hänge der Preis von der Dauer des Krieges im Nahen Osten ab. Sollte der Nahost-Konflikt länger andauern, könnten höhere Beschaffungskosten zeitversetzt an Kunden weitergegeben werden. Derzeit gebe es allerdings keine Versorgungsengpässe, da Deutschland Flüssigerdgas hauptsächlich aus den USA und Pipeline-Gas aus Norwegen importiere, wurde EWE-Chef Stefan Dohler vom NDR zitiert.
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